7-Punkte-Checkliste für ein Gespräch zur Anlageberatung wurde vom Verein CRIC entwickelt. Für ethisch-nachhaltig orientierte Anlegerinnen und Anleger bedeutet die Auswahl geeigneter Anlageprodukte oft die Qual der Wahl. Die nachfolgende 7-Punkte-Checkliste soll Sie dabei unterstützen, die für Sie geeigneten Anlageprodukte auszuwählen.

  • Welche Renditeerwartung und welche Risikobereitschaft haben Sie?
    Bedenken Sie, dass ethisch-nachhaltige Geldanlagen dieselben Risikomerkmale aufweisen wie herkömmliche Geldanlageprodukte. Die Erstellung eines persönlichen Risikoprofils ist unbedingt erforderlich. Für jedes Risikoprofil gibt es entsprechende Angebote. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Anlageberaterin oder Ihrem Anlageberater. Holen Sie sich gegebenenfalls auch eine zweite Meinung ein.
  • Was sind die für Sie zentralen Aspekte einer ethisch-nachhaltigen Geldanlage?
    Was wollen Sie mit der Geldanlage bezwecken? Es empfiehlt sich, eine Liste von Themen zu erstellen, die Ihnen bei Ihrer Geldanlage wichtig sind. Darauf aufbauend kann Ihre Anlageberaterin oder Ihr Anlageberater geeignete Anlageprodukte auswählen. Eine hundertprozentige Übereinstimmung zwischen Ihren Vorstellungen und verfügbaren Anlageprodukten wird oft nicht möglich sein. Es gilt jedoch herauszufinden, welches Geldanlageprodukt die größte Übereinstimmung mit Ihren persönlichen Wertvorstellungen hat.
  • Wieviel Ethik und Nachhaltigkeit steckt in dem Produkt? Welchen methodischen Ansatz verfolgt es?
    Lassen Sie sich erläuterten, wie das Produkt die Themen Ethik und Nachhaltigkeit umsetzt. Fragen Sie nach Positiv- und Negativkriterien. Scheint Ihnen die Aufbereitung der Informationen zum Produkt transparent? Werden bei der Titelauswahl im ersten Schritt kulturelle, ökologische und sozialen Kriterien berücksichtigt, bevor der Auswahlprozess nach ökonomischen/finanziellen Kriterien erfolgt?
  • Wer steht hinter dem Produkt?
    Wie glaubwürdig ist die Anbieterin oder der Anbieter eines ethischen Geldanlageprodukts? Die zunehmende Bedeutung ethisch-nachhaltiger Geldanlagen schlägt sich in einer Reihe neuer Produkte nieder, wobei einige Anbieter über wenig fachliche Expertise verfügen. Die Eurosif-Transparenzrichtlinien stellen ein wesentliches Qualitätskriterium für ethische Investmentfonds dar. Anbieter ethischer Geldanlageprodukte, die die Eurosif-Transparenzrichtlinien unterzeichnet haben, unterziehen sich diesen Qualitätsvorgaben und gelten damit als transparent und glaubwürdig in Hinblick auf Ihre Investmentstrategien. Fragen Sie danach.
  • Wie werden Sie beraten?
    Die Qualität der Beratung ist für die Auswahl ethischer Geldanlageprodukte von großer Bedeutung. Erst nach einer umfassenden Beratung sollten Sie sich für ein Produkt entscheiden. Anbieterinnen und Anbieter, die sich schwerpunktmäßig mit ethischen oder nachhaltigen Geldanlagen beschäftigen, leisten in der Regel eine gute Beratung. Informieren Sie sich aber auch bei Ihrer Hausbank über ethische Geldanlagen. Sie tragen damit zu einer Sensibilisierung für das Thema bei. Motivieren Sie Ihre Hausbank, sich mit der ethisch-nachhaltigen Geldanlage zu beschäftigen.
  • Wie kommen Sie zu Informationen über ethisch-nachhaltige Geldanlagen?
    Ihre Beraterin oder Ihr Berater sollte Ihnen verschiedene Möglichkeiten geeigneter Geldanlageprodukte vorschlagen. Darüber hinaus können Sie sich selbst informieren: besuchen Sie die Websites verschiedener Anbieter und recherchieren Sie im Internet. Eine weitere Informationsquelle bieten verschiedene Institutionen und Informationsdienste, die sich mit dem Thema der ethisch-nachhaltigen Geldanlage auseinandersetzen.
  • Wer prüft die Einhaltung der Anlagegrundsätze?
    Ob die genannten Anlagegrundsätze und die Berücksichtigung der ethisch-nachhaltigen Kriterien auch tatsächlich eingehalten werden, können Sie als Anlegerin oder Anleger nur schwer prüfen. Achten Sie daher darauf, dass die Einhaltung der Anlagegrundsätze von externen Prüfstellen kontrolliert wird.

Quelle: CRIC http://www.cric-online.org

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